Bei Hyperphosphatämie ist der Phosphatspiegel im Blut erhöht, was häufig bei chronischer Nierenerkrankung vorkommt. Phosphatreiche Lebensmittel und Phosphatzusätze in Fertigprodukten müssen eingeschränkt werden. Hier siehst du, welche Lebensmittel bei Hyperphosphatämie als geeignet oder ungeeignet gelten.
Bei Hyperphosphatämie sind aktuell 80 Lebensmittel erlaubt und 188 Lebensmittel werden nicht empfohlen. Prüfe alle Lebensmittel im interaktiven Tool oben.
Phosphatarme Lebensmittel sind günstig: Weißbrot, Reis, Nudeln (aus Weißmehl), frisches Fleisch ohne Zusatzstoffe, frischer Fisch, Obst und die meisten Gemüsesorten. Frische, unverarbeitete Lebensmittel haben weniger Phosphat als Fertigprodukte.
Phosphatreiche Lebensmittel stark einschränken: Milchprodukte in großen Mengen (Käse, Milch), Hülsenfrüchte, Nüsse, Vollkornprodukte, Kakao, Cola und besonders Fertigprodukte mit Phosphatzusätzen (E338 bis E341, E442, E450 bis 452). Phosphatzusätze werden fast vollständig aufgenommen.
Anorganische Phosphatzusätze werden aus dem Darm nahezu vollständig (fast 100%) resorbiert, während natürliches Phosphat aus Lebensmitteln nur zu 40 bis 60% aufgenommen wird. Fertigprodukte, Fast Food und Cola enthalten oft viele solcher Zusätze.
Hyperphosphatämie tritt am häufigsten bei chronischer Nierenerkrankung auf, da die Nieren kein Phosphat mehr ausreichend ausscheiden können. Auch Hypoparathyreoidismus und bestimmte Medikamente können zu erhöhtem Phosphat führen. Eine phosphatarme Diät ist essenziell.
Besonders phosphatreich sind verarbeitete Fleischwaren, Schmelzkaese, Cola-Getraenke, Fast Food und Fertiggerichte mit Phosphatzusaetzen (E338-E341, E450-E452). Natuerliches Phosphat aus Vollkorn und Huelsenfruechten wird schlechter aufgenommen.
Achte auf E-Nummern E338 bis E341 (Phosphorsaeure) und E450 bis E452 (Polyphosphate) in der Zutatenliste. Diese koennen in Wurst, Kaese, Backpulver, Cola und vielen Fertigprodukten enthalten sein und werden fast vollstaendig aufgenommen.