Sarkoidose ist eine entzündliche Erkrankung, bei der sich in verschiedenen Organen sogenannte Granulome bilden können. Der Calciumstoffwechsel spielt bei Sarkoidose eine besondere Rolle, da es zu einer übermäßigen Umwandlung von Vitamin D kommen kann, was den Calciumspiegel im Blut erhöhen kann. Calciumreiche Lebensmittel wie Milchprodukte werden daher allgemein als ungünstig eingestuft. Hier siehst du, welche Lebensmittel bei Sarkoidose als geeignet oder ungeeignet gelten.
Diese Liste basiert auf einem konservativen Bewertungsmodell. Lebensmittel werden nur dann als erlaubt geführt, wenn sie in Ernährungsempfehlungen häufig als unproblematisch beschrieben werden. Bei unklarer Datenlage werden Lebensmittel vorsorglich als verboten eingestuft. Die Informationen ersetzen keine medizinische Beratung.
Bei Sarkoidose sind aktuell 355 Lebensmittel erlaubt und 184 Lebensmittel werden nicht empfohlen. Prüfe alle Lebensmittel im interaktiven Tool oben.
Bei Sarkoidose wird eine pflanzlich betonte, ballaststoffreiche Ernährung allgemein als geeignet angesehen. Frisches Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte und pflanzliche Öle gelten als verträglich. Calciumreiche Lebensmittel wie Milchprodukte sollten eingeschränkt werden.
Bei Sarkoidose kann der Körper übermäßig viel aktives Vitamin D bilden, was die Calciumaufnahme im Darm erhöht. Zusätzliche calciumreiche Lebensmittel wie Milch, Käse und Joghurt können den Calciumspiegel im Blut weiter ansteigen lassen (Hyperkalzämie).
Mageres Geflügel wie Hähnchen oder Pute sowie fettarmer Fisch gelten allgemein als verträglich. Fettes und verarbeitetes Fleisch wie Wurst, Speck oder fettes Rindfleisch wird als ungünstig eingestuft, da es Entzündungsprozesse fördern kann.
Kaffee und grüner Tee werden in Maßen als verträglich eingestuft. Milchbasierte Getränke wie Latte oder Kakao mit Milch sollten aufgrund des Calciumgehalts gemieden werden. Kräutertees und Wasser sind die beste Wahl.
Vitamin-D-Präparate und Kalziumpräparate sollten nur unter ärztlicher Kontrolle eingenommen werden, da Sarkoidose-Patienten oft erhöhte Vitamin-D-Spiegel haben. Auch hochdosiertes Vitamin A kann problematisch sein.
Eine Ernährung reich an Omega-3-Fettsäuren (Fisch, Leinsamen), Antioxidantien (Beeren, grünes Gemüse) und sekundären Pflanzenstoffen kann Entzündungsprozesse günstig beeinflussen. Zucker und stark verarbeitete Lebensmittel sollten reduziert werden.