Die Milchallergie (Kuhmilchprotein-Allergie) ist eine Immunreaktion auf Milchproteine wie Kasein oder Molkenproteine. Sie ist nicht zu verwechseln mit der Laktoseintoleranz, bei der kein Enzym fehlt, sondern eine echte allergische Reaktion stattfindet. Besonders Säuglinge und Kleinkinder sind betroffen. Hier siehst du, welche Lebensmittel bei Milchallergie geeignet sind.
Bei Milchallergie sind aktuell 541 Lebensmittel erlaubt und 111 Lebensmittel werden nicht empfohlen. Prüfe alle Lebensmittel im interaktiven Tool oben.
Alle milchfreien Lebensmittel sind sicher: Obst, Gemüse, Fleisch, Fisch, Reis, Kartoffeln, Nudeln (ohne Ei/Milch) und pflanzliche Milchalternativen. Achtung: Milchallergie ist nicht dasselbe wie Laktoseintoleranz – alle Milchproteine müssen gemieden werden.
Sojadrink, Haferdrink, Mandeldrink, Reisdrink, Kokosdrink und Erbsenproteindrink sind gute Alternativen. Achte auf kalziumangereicherte Varianten. Sojadrink hat den höchsten Proteingehalt und ist nahrungsphysiologisch am ähnlichsten zu Kuhmilch.
Milchbestandteile finden sich in Backwaren, Wurstwaren, Schokolade, Chips, Fertiggerichten, manchen Medikamenten, Margarine und vielen Saucen. Achte auf Begriffe wie Casein, Molke, Whey, Laktose, Milchpulver und Butterreinfett.
Viele Kinder (ca. 80%) überwinden die Milchallergie bis zum Schulalter. Manche tolerieren zuerst erhitzte Milch (in Backwaren), bevor sie frische Milch vertragen. Regelmäßige allergologische Kontrollen sind wichtig.
Gute kalziumreiche Alternativen sind Brokkoli, Grünkohl, Mandeln, Sesam, Tofu (mit Kalzium hergestellt), angereicherte Pflanzendrinks und kalziumreiches Mineralwasser. Der tägliche Bedarf liegt bei 800-1000 mg.
In den meisten Fällen nicht, da die Milchproteine von Ziege und Kuh stark ähnlich sind und Kreuzreaktionen bei über 90% der Kuhmilchallergiker auftreten. Auch Schafmilch und Büffelmilch werden meist nicht vertragen.