Die Milchallergie (Kuhmilchprotein-Allergie) ist eine Immunreaktion auf Milchproteine wie Kasein oder Molkenproteine. Sie ist nicht zu verwechseln mit der Laktoseintoleranz, bei der kein Enzym fehlt, sondern eine echte allergische Reaktion stattfindet. Besonders Säuglinge und Kleinkinder sind betroffen. Hier siehst du, welche Lebensmittel bei Milchallergie geeignet sind.
Bei Milchallergie sind aktuell 234 Lebensmittel erlaubt und 34 Lebensmittel werden nicht empfohlen. Prüfe alle Lebensmittel im interaktiven Tool oben.
Alle milchfreien Lebensmittel sind sicher: Obst, Gemuese, Fleisch, Fisch, Reis, Kartoffeln, Nudeln (ohne Ei/Milch) und pflanzliche Milchalternativen. Achtung: Milchallergie ist nicht dasselbe wie Laktoseintoleranz – alle Milchproteine muessen gemieden werden.
Sojadrink, Haferdrink, Mandeldrink, Reisdrink, Kokosdrink und Erbsenproteindrink sind gute Alternativen. Achte auf kalziumangereicherte Varianten. Sojadrink hat den hoechsten Proteingehalt und ist nahrungsphysiologisch am aehnlichsten zu Kuhmilch.
Milchbestandteile finden sich in Backwaren, Wurstwaren, Schokolade, Chips, Fertiggerichten, manchen Medikamenten, Margarine und vielen Saucen. Achte auf Begriffe wie Casein, Molke, Whey, Laktose, Milchpulver und Butterreinfett.
Viele Kinder (ca. 80%) ueberwinden die Milchallergie bis zum Schulalter. Manche tolerieren zuerst erhitzte Milch (in Backwaren), bevor sie frische Milch vertragen. Regelmaessige allergologische Kontrollen sind wichtig.
Gute kalziumreiche Alternativen sind Brokkoli, Gruenkohl, Mandeln, Sesam, Tofu (mit Kalzium hergestellt), angereicherte Pflanzendrinks und kalziumreiches Mineralwasser. Der taegliche Bedarf liegt bei 800-1000 mg.
In den meisten Faellen nicht, da die Milchproteine von Ziege und Kuh stark aehnlich sind und Kreuzreaktionen bei ueber 90% der Kuhmilchallergiker auftreten. Auch Schafmilch und Bueffelmilch werden meist nicht vertragen.