Bei einer Fischallergie richtet sich das Immunsystem gegen Fischproteine – meist das stabile Muskelprotein Parvalbumin, das in vielen Fischarten vorkommt. Allergische Reaktionen können durch direkten Kontakt, aber auch durch Fischdämpfe beim Kochen ausgelöst werden. Hier siehst du, welche Lebensmittel bei Fischallergie sicher sind und welche Vorsicht geboten ist.
Bei Fischallergie sind aktuell 692 Lebensmittel erlaubt und 37 Lebensmittel werden nicht empfohlen. Prüfe alle Lebensmittel im interaktiven Tool oben.
Alle Lebensmittel ohne Fischbestandteile sind erlaubt. Fleisch, Geflügel, Eier, Milchprodukte, Hülsenfrüchte und Tofu sind gute Proteinquellen als Fischersatz. Auch Reis, Kartoffeln, Gemüse und Obst sind unproblematisch.
Fischbestandteile können in Worcestersauce, Caesar-Dressing, asiatischen Saucen (Fischsauce, Oystersauce), Gelatine, bestimmten Omega-3-Supplements, manchen Wurstwaren und Surimi enthalten sein. Lies immer die Zutatenliste.
Fisch und Schalentiere (Garnelen, Muscheln, Krabben) gehören zu verschiedenen biologischen Gruppen. Eine Fischallergie bedeutet nicht automatisch eine Schalentierallergie. Die Verträglichkeit sollte jedoch allergologisch abgeklärt werden.
Pflanzliche Omega-3-Quellen sind Leinsamen, Chiasamen, Walnüsse, Hanfsamen und Rapsöl (ALA). Algenölkapseln liefern direkt EPA und DHA ohne Fisch und sind die beste Alternative für die langkettigen Omega-3-Fettsäuren.
Das Hauptallergen Parvalbumin kommt in den meisten Fischarten vor. Manche Allergiker vertragen einzelne Arten (z.B. Thunfisch hat weniger Parvalbumin), aber dies muss unter ärztlicher Aufsicht getestet werden. Selbstversuche sind gefährlich.
Ja, auch Fischöl-Supplements können Spuren allergener Fischproteine enthalten und allergische Reaktionen auslösen. Verwende stattdessen Algenöl-Kapseln als sichere Alternative für Omega-3-Fettsäuren.