Die Erdnussallergie gehört zu den häufigsten und gefährlichsten Nahrungsmittelallergien. Schon geringste Spuren von Erdnussprotein können schwere allergische Reaktionen bis hin zur Anaphylaxie auslösen. Erdnüsse stecken nicht nur in Nussschokoladen oder Erdnussbutter, sondern auch in vielen asiatischen Gerichten und Fertigprodukten. Hier siehst du, welche Lebensmittel bei Erdnussallergie sicher sind.
Bei Erdnussallergie sind aktuell 657 Lebensmittel erlaubt und 7 Lebensmittel werden nicht empfohlen. Prüfe alle Lebensmittel im interaktiven Tool oben.
Alle Lebensmittel ohne Erdnussbestandteile sind sicher. Baumüsse (Mandeln, Walnüsse, Cashews) sind botanisch nicht mit Erdnüssen verwandt, Kreuzreaktionen können aber vorkommen. Lass mögliche Kreuzallergien beim Allergologen testen.
Erdnüsse können in asiatischen Gerichten, Saucen (Satay), Backwaren, Schokolade, Müsli, Eis, Pesto, Currys und als Erdnussöl in Fertigprodukten enthalten sein. In der EU müssen Erdnüsse immer deklariert werden.
Kaltgepresstes Erdnussöl enthält allergene Proteine und ist nicht sicher. Hochraffiniertes Erdnussöl hat die Proteine größtenteils entfernt, wird aber trotzdem von den meisten Allergologen nicht empfohlen. Verwende alternative Öle.
Bei bekannter Erdnussallergie solltest du immer ein Notfallset mit Adrenalin-Autoinjektor (z.B. EpiPen), Antihistaminikum und Kortison bei dir tragen. Bei Anzeichen einer Anaphylaxie (Atemnot, Schwellung, Kreislauf) sofort den Autoinjektor anwenden und 112 rufen.
Etwa 20% der Kinder überwinden ihre Erdnussallergie bis zum Jugendalter. Orale Immuntherapien unter ärztlicher Aufsicht zeigen vielversprechende Ergebnisse. Regelmäßige Allergietests können eine Toleranzentwicklung erkennen.
Nein, Erdnüsse sind Hülsenfrüchte, keine Baumüsse. Eine Erdnussallergie besteht unabhängig von einer Baumnussallergie. Allerdings haben 25-40% der Erdnussallergiker zusätzlich eine Baumnussallergie – dies sollte allergologisch abgeklärt werden.