Die Erdnussallergie gehört zu den häufigsten und gefährlichsten Nahrungsmittelallergien. Schon geringste Spuren von Erdnussprotein können schwere allergische Reaktionen bis hin zur Anaphylaxie auslösen. Erdnüsse stecken nicht nur in Nussschokoladen oder Erdnussbutter, sondern auch in vielen asiatischen Gerichten und Fertigprodukten. Hier siehst du, welche Lebensmittel bei Erdnussallergie sicher sind.
Bei Erdnussallergie sind aktuell 262 Lebensmittel erlaubt und 6 Lebensmittel werden nicht empfohlen. Prüfe alle Lebensmittel im interaktiven Tool oben.
Alle Lebensmittel ohne Erdnussbestandteile sind sicher. Baumuesse (Mandeln, Walnuesse, Cashews) sind botanisch nicht mit Erdnuessen verwandt, Kreuzreaktionen koennen aber vorkommen. Lass moegliche Kreuzallergien beim Allergologen testen.
Erdnuesse koennen in asiatischen Gerichten, Saucen (Satay), Backwaren, Schokolade, Muesli, Eis, Pesto, Currys und als Erdnussoel in Fertigprodukten enthalten sein. In der EU muessen Erdnuesse immer deklariert werden.
Kaltgepresstes Erdnussoel enthaelt allergene Proteine und ist nicht sicher. Hochraffiniertes Erdnussoel hat die Proteine groesstenteils entfernt, wird aber trotzdem von den meisten Allergologen nicht empfohlen. Verwende alternative Oele.
Bei bekannter Erdnussallergie solltest du immer ein Notfallset mit Adrenalin-Autoinjektor (z.B. EpiPen), Antihistaminikum und Kortison bei dir tragen. Bei Anzeichen einer Anaphylaxie (Atemnot, Schwellung, Kreislauf) sofort den Autoinjektor anwenden und 112 rufen.
Etwa 20% der Kinder ueberwinden ihre Erdnussallergie bis zum Jugendalter. Orale Immuntherapien unter aerztlicher Aufsicht zeigen vielversprechende Ergebnisse. Regelmaessige Allergietests koennen eine Toleranzentwicklung erkennen.
Nein, Erdnuesse sind Huelsenfruechte, keine Baumuesse. Eine Erdnussallergie besteht unabhaengig von einer Baumnussallergie. Allerdings haben 25-40% der Erdnussallergiker zusaetzlich eine Baumnussallergie – dies sollte allergologisch abgeklaert werden.