Eisenmangel ist einer der häufigsten Nährstoffmängel weltweit. Die Lebensmittelauswahl kann dabei eine Rolle spielen: Manche Lebensmittel liefern gut verwertbares Hämeisen, andere enthalten Stoffe wie Phytinsäure oder Tannine, die die Eisenaufnahme beeinflussen können. Hier siehst du, welche Lebensmittel bei Eisenmangel als geeignet oder weniger geeignet eingestuft werden.
Bei Eisenmangel sind aktuell 260 Lebensmittel erlaubt und 8 Lebensmittel werden nicht empfohlen. Prüfe alle Lebensmittel im interaktiven Tool oben.
Besonders empfehlenswert sind Lebensmittel mit gut verwertbarem Hämeisen: rotes Fleisch, Leber, Geflügel und Fisch. Pflanzliche Quellen wie Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte und grünes Blattgemüse liefern Nicht-Hämeisen, das in Kombination mit Vitamin C besser aufgenommen wird.
Kaffee, schwarzer Tee, Milchprodukte (Kalzium), Vollkornprodukte (Phytinsäure) und Spinat (Oxalsäure) können die Eisenaufnahme hemmen. Trinke Kaffee und Tee am besten 1-2 Stunden getrennt von eisenreichen Mahlzeiten.
Kombiniere eisenreiche Lebensmittel mit Vitamin-C-Quellen (Paprika, Zitrusfrüchte, Brokkoli). Vermeide Kaffee, Tee und Milchprodukte direkt zu eisenreichen Mahlzeiten. Hämeisen aus Fleisch und Fisch wird grundsätzlich besser aufgenommen als pflanzliches Eisen.
Spinat enthält zwar Eisen, aber auch viel Oxalsäure, die die Aufnahme stark hemmt. Bessere pflanzliche Eisenquellen sind Hülsenfrüchte, Kürbiskerne und Haferflocken – idealerweise kombiniert mit Vitamin C.
Leber (ca. 20mg/100g), Blutwurst, Kuerbiskerne (12mg/100g), Sesam, Linsen (8mg/100g), Quinoa und Haferflocken sind besonders eisenreich. Tierische Quellen werden etwa 2-3x besser aufgenommen als pflanzliche.
Leichter Eisenmangel kann durch eisenreiche Ernaehrung verbessert werden. Bei staerkerem Mangel oder Anaemie sind oft Eisenpraeparate noetig. Kombiniere eisenreiche Mahlzeiten immer mit Vitamin C und vermeide Hemmstoffe wie Tee zur Mahlzeit.