Das Dumping-Syndrom tritt häufig nach Magenoperationen auf, wenn Nahrung zu schnell in den Dünndarm gelangt. Besonders Zucker, schnell resorbierbare Kohlenhydrate und Flüssigkeit zu den Mahlzeiten können Beschwerden auslösen. Hier siehst du, welche Lebensmittel beim Dumping-Syndrom als geeignet oder ungeeignet gelten.
Bei Dumping-Syndrom sind aktuell 401 Lebensmittel erlaubt und 143 Lebensmittel werden nicht empfohlen. Prüfe alle Lebensmittel im interaktiven Tool oben.
Empfohlen sind kleine, häufige Mahlzeiten (5 bis 6 täglich) mit komplexen Kohlenhydraten, Proteinen und Fetten. Gut verträglich sind in der Regel Vollkornprodukte in kleinen Mengen, mageres Fleisch, Eier, Käse und nicht zu süßes Gemüse.
Vermieden werden sollten zuckerreiche Speisen, Süßgetränke, Fruchtsäfte, Milch und Flüssigkeit direkt zu den Mahlzeiten. Schnell resorbierbare Kohlenhydrate wie Weißbrot, Weißreis und Süßigkeiten lösen typischerweise Beschwerden aus.
Flüssigkeit beschleunigt die Magenentleerung und verstärkt das Dumping. Flüssigkeit sollte erst 30 Minuten nach dem Essen getrunken werden. Auch Suppen und flüssige Speisen können Beschwerden auslösen.
Beim Früh-Dumping (15 bis 30 Min. nach dem Essen): Übelkeit, Bauchkrämpfe, Durchfall, Herzklopfen. Beim Spät-Dumping (1 bis 3 Stunden nach dem Essen): Schweißausbrüche, Zittern, Heißhunger durch Unterzuckerung. Beide Formen können durch Ernährungsanpassung deutlich reduziert werden.
Grosse Mahlzeiten überfluten den Dünndarm mit Nahrung, was zu Früh- oder Spät-Dumping führt. 5-6 kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt verlangsamen die Magenentleerung und reduzieren Symptome wie Schwindelgefühl und Durchfall.
Zuckerreiche Desserts sind problematisch, da sie Spät-Dumping mit Unterzuckerung auslösen können. Besser geeignet sind eiweissreiche Nachspeisen wie Naturjoghurt mit Nüssen oder zuckerfreier Pudding mit Sahne.